Wachen Seite 8
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Wache Ost
Hafenamt

Da viele polizeiliche Aufgaben sofort an die Stadt übertragen wurden, war der Aufgabenkatalog der Polizei nun streng auf die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung beschränkt. Aus Platzmangel, nach den Bombenschäden, wurden nun auch viele Fremddienststellen im Polizeigebäude untergebracht. Interessant ist eine Auflistung der Behörden und Verbände, die 1948 hier ihren Sitz hatten:

  1. Das Hauptmeldeamt der Stadt mit Standesamt und Straßenverkehrsamt, sowie Sozialamt.

  2. British Resident Office (Militärverwaltung)

  3. Arbeitsgericht

  4. Landesarbeitsgericht

  5. Entnazifizierungsausschuss für den Stadtkreis Hamm

  6. Polizeiausschuss für die Regierungsbezirkspolizei Arnsberg

  7. Allgemeine Ortskrankenkasse Hamm

  8. Westdeutscher Fußballverband

  9. Zollamt Hamm

  10. Kreisbeauftragter für gesperrte Vermögen des Finanzminister NRW

  11. Britisches Arbeitsamt

Als letzte Fremddienststelle verließ das Arbeitsgericht im Jahr 1978 das Polizeigebäude, nachdem das Landesarbeitsgericht vorher schon in das Amtsgericht übergewechselt war.

 

Der erste Umzug nach dem Weltkrieg wurde dann auch von dem 1. Revier vollzogen. Nachdem der Westdeutsche Fußballverband die Polizeidirektion zum 31.3.1948 verlassen hatte, zog das 1. Revier am 1.4.1948 wieder in das Polizeigebäude ein. Der Mietvertrag mit den Geschwistern Gruchot, Bismarckstraße 8, war fristgerecht gekündigt worden. Von da an war die Adresse des 1. Revier wieder:

1. Revier, Hohe Straße 80.

Dort befindet sich heute noch die "Polizeiinspektion Südost" Nur am Rande sei bemerkt, dass die Hohe Straße während des 3. Reiches "Hermann-Göring-Straße" hieß. Der nächste Gebäudewechsel der Hammer Polizei vollzog sich am 1.2.1961. Die Wache Ost hatte ihre Bedeutung in der Mark verloren und wurde nun zur Ostenallee verlegt. Ihre Adresse war nun:

Wache Ost, Ostenallee 84.

Die Wache war in der ehemaligen Villa des Oberbürgermeister Deter untergebracht und befand sich schräg gegenüber der Einfahrt zum Kurhaus.

Dann wurde die erste neue Polizeidienststelle in Hamm eingerichtet. Es handelte sich um den

Wasserschutzpolizeiposten Hamm, Hafenstraße 26. Der Posten wurde im Hafenamt untergebracht. Erster Wasserschutzpolizeibeamter in Hamm war der PHM Max Rudnick.

Die nächste Änderung tritt dann 1968 ein. Durch die erste kommunale  Neugliederung am 1.1.1968, kommen die Gebiete Berge, Westtünnen und Wiescherhöfen zu Hamm. Das hat natürlich zur Folge, dass die polizeiliche Betreuung nun auch von der Hammer Polizei zu erfolgen hat. Die Einzelposten

Hamm-Berge, PHM Assmann und

Hamm-Westtünnen, PHM Rautenberg bleiben in ihren Einzelposten, gehören aber nun zur Hammer Polizei. In Wiescherhöfen wird der

Bezirksdienstposten-Wiescherhöfen, PHM Seidensticker eingerichtet, der aber zusätzlich auch seinen Dienst von der Wache West aus versah.